Klumpfuß: Behandlung nach Ponseti

 

Jedes fünfte Kind ist zu dick

 

Kinderkrankenpflege in Österreich

 

Ein offenes Ohr für Babys, die schlecht hören

 

Bisphenol: Risiko fürs Baby?

 
www.bohmann.at
 
Nach der Geburt
Der Neue Alltag
 
Endlich ist das Baby da. Alle freuen sich auf den neuen Erdankömmling. Aber mit der Ankunft des neuen Familienmitglieds kommen auch neue Anforderungen an die Eltern. Worauf Sie besonders achten sollten, erfahren Sie hier.
 

Erfahrungen, die in allen Familien vorkommen

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Post vom Baby


Erfahrungen, die in allen Familien vorkommen

Mit der Geburt Ihres Babys ergeben sich in Ihrer Familie einschneidende Veränderungen. Wenn Sie zum ersten Mal Mutter oder Vater werden, beginnt für Sie ein neuer Lebensabschnitt. Selbstverständlich sind Sie Mutter oder Vater, sobald Ihr Kind geboren ist. In diese neue Aufgabe hineinzuwachsen, braucht aber Zeit.

Die Anforderungen, die an Sie als Mutter oder Vater herangetragen werden, verändern sich mit dem Alter Ihres Kindes und machen eine ständige Neubestimmung Ihrer Elternrolle notwendig. Ein Baby, das Hunger hat, braucht eine andere Unterstützung von Ihnen als ein 13jähriger, der Streit mit seinen Klassenkameraden hat. Wie Sie sich als Mutter oder Vater verhalten, wird immer wieder davon beeinflusst, wie Sie als Kind Ihre eigenen Eltern erlebt haben. Die eigenen Eltern wirken als Vorbild oder bieten Anlass, neue Ideen in der Erziehung der Kinder verwirklichen zu wollen.

Da Ihr Baby nun für einige Zeit sehr im Mittelpunkt Ihres Familienlebens steht, werden sich auch die Beziehungen innerhalb Ihrer Familie verändern. Nur allzuleicht entsteht das Gefühl, zu kurz zu kommen und nicht mehr wichtig zu sein. Beim Vater, bei älteren Geschwistern, aber auch manchmal bei Großeltern können Gefühle der Eifersucht, des Zurückgewiesenwerdens entstehen. Mütter erleben sich manchmal, besonders wenn sie ihr Kind allein aufziehen, als isoliert und vom Leben abgeschnitten.

Je besser es gelingt, alle Familienmitglieder an der Betreuung des Kindes teilhaben zu lassen, desto mehr Zeit bleibt für den Partner und/oder die älteren Geschwister. Zusätzlich gewinnt man über das Miteinander-Tun eine innigere Bindung. Es ist spannend zu sehen, wie sich ein Kind entwickelt, wieviel Zärtlichkeit ein Baby vermitteln kann. Das Baby gibt einem das Gefühl, wichtig zu sein und gebraucht zu werden.

Auf die Signale des Kindes zu antworten macht Spaß. Ihr Baby kann von Anfang an zu unterschiedlichen Menschen verschiedene Beziehungen aufbauen. Es gewinnt durch Kontakt zu Großeltern, Tanten, Onkeln, Geschwistern, Freunden der Eltern vielfältigere Anregungen. Dadurch lernt Ihr Baby, sich auf verschiedene Menschen einzustellen. Dies ist auf längere Sicht für die soziale Entwicklung Ihres Kindes wichtig. Allerdings soll die Zahl der Menschen, die das Baby umsorgen, nicht zu groß sein.

Wenn Sie Alleinerzieher bzw. Alleinerzieherin sind, ergeben sich oft schon auf Grund Ihrer Lebensbedingungen weniger Möglichkeiten, dass Sie sich die Aufgaben der Kinderbetreuung mit anderen Familienmitgliedern teilen. Freunde, Nachbarn, aber auch organisierte Angebote (z. B. Eltern-Kind-Treffs in den Eltern-Kind-Zentren) können Ihnen eine Hilfe sein. Sich verantwortlich fühlen für das Kind ist gut.

Wenn Sie aber alle Kontakte zu Ihrem Partner bzw. Ihrer Partnerin oder zu Freunden abbrechen, dann kann die Beziehung zu Ihrem Baby mit der Zeit für Sie beide überfordernd und einengend werden. Bei einer sehr engen Mutter/Vater-Kind-Bindung ist es oft schwer, das Kind seinem Alter entsprechend selbständig werden zu lassen. Selbständigwerden ist aber ein wesentlicher Bestandteil jedes Erziehungsprozesses.

Wenn Sie sich mit mehreren Menschen die Aufgabe der Kinderbetreuung teilen, ist es notwendig, sich in wichtigen Bereichen der Erziehung gegenseitig zu unterstützen. Kinder können sich darauf einstellen, dass unterschiedlich mit ihnen umgegangen wird, dass sie z. B. zu unterschiedlichen Tageszeiten gebadet, gewickelt oder an die frische Luft geführt werden. Wichtig ist, dass Ihr Baby das Grundgefühl des Gewünschtwerdens verspürt. Aber ebenso wichtig ist es, dass sich die Erwachsenen gegenseitig ernst nehmen und nicht, um die Gunst des Kindes zu erlangen, Erziehungsbemühungen des anderen zunichte machen.

Es wird manchmal für Sie schwer sein, sich nicht durch gutgemeinte Ratschläge wohlmeinender Personen völlig verunsichern zu lassen. Das kann vor allem zwischen Eltern und Großeltern zum Problem werden. Häufig entsteht eine Konkurrenz, wer besser mit dem Kind umgehen kann. Auf Kritik, die von den eigenen Eltern kommt, reagiert man besonders empfindlich.

Unstimmigkeiten entstehen in vielen Familien oft über die Frage, ob ein bestimmtes Verhalten das Baby verwöhnt. Auf die Bedürfnisse des Babys, sein Schreien und Rufen zu reagieren, bedeutet nicht, das Kind zu verwöhnen. Diese Zuwendung gibt dem Kind Sicherheit und Geborgenheit. Dieses Gefühl ist für die weitere Entwicklung des Kindes sehr wichtig.

Es gibt keine allgemein gültige Regel, welches Verhalten ein Kind verwöhnt. Jeder Mensch hat seine eigene Belastbarkeit und seine eigenen Grenzen, die man sich ehrlich eingestehen und nicht überschreiten soll. Nachgiebigkeit, weit über die Grenzen der eigenen Belastbarkeit hinaus, führt in weiterer Folge zu heftigen Konflikten und widersprüchlichem Verhalten gegenüber dem Kind. Um das zu vermeiden muss jeder seinen eigenen Weg in der Erziehung des Kindes finden.

Es gibt keine Kochrezepte, wie man eine gute Mutter oder ein guter Vater wird. Sich selbst etwas zuzutrauen, aufmerksam auf das zu achten, was Ihnen Ihr Baby vermittelt, hilft Ihnen, die eigene Unsicherheit zu überwinden.

     
Die perfekten Eltern, gibt's die?
 
Kinder brauchen gute und nicht perfekte Mütter und Väter. Knüpfen Sie bereits vor der Geburt Kontakt zu einem Eltern-Kind-Zentrum, das Sie bei Problemen unterstützt.
   
Das sollten Sie auch lesen
Bedienungsanleitung für werdende Mütter und Väter
Depression nach der Geburt: Mutterglück – glückliche Mutter?
 
Bestellungen
Rund ums Baby. Ratgeber für Eltern 2008
 
Home    Aktuelles    Themen    Service    Kontakt    Mediadaten    Impressum   
 

Online bestellen
   
 
BLAUGRAU MEDIA   Aktualisiert am: 31.07.2010