Es kann mehrere Gründe geben, warum Ihr Kind schreit:
- Ihr Kind hat Sehnsucht nach Ihnen.
- Ihr Kind kann hungrig sein.
- Ihr Kind kann Blähungen haben.
- Ihr Kind hat sich erschreckt.
- Ihr Kind hat Schmerzen, weil z. B. die Zähne kommen.
Ihr Kind kann in dieser Zeit quengelig und schlecht gelaunt sein.
Ihr Kind schreit nicht, um Sie zu ärgern. Versetzen Sie sich in seine Situation. Es kann nicht sagen, was ihm weh tut und welche Wünsche es hat. Schreien ist für ein Baby die einzige Möglichkeit, zum Ausdruck zu bringen, dass ihm etwas nicht passt. Vielleicht will Ihr Kind Ihnen sagen, dass es sich nach Ihrer Nähe, Ihrem Geruch oder Ihrer Körperwärme sehnt. Vielleicht will es umarmt, getröstet, ein bisschen hin und her geschaukelt werden. Tun Sie ihm den Gefallen, nehmen Sie Ihr Kind öfter an sich. Körperwärme und Liebkosungen sind ein Grundrecht und Grundbedürfnis jedes Menschen.
Vielleicht gibt es in Ihrer Verwandtschaft oder in Ihrem Freundeskreis Menschen, die Ihnen sagen: "Lass das Kind doch schreien, Schreien ist gut für die Lunge, lass Dich nicht vom Kind tyrannisieren. Irgendwann wird es schon aufhören."
Sicher, irgendwann hört jedes Kind zu schreien auf, aber überlegen Sie, was es für einen Menschen bedeutet, wenn er schon so früh die Erfahrung macht, dass niemand da ist, der sich um ihn kümmert und auf ihn eingeht. Es wird sicher Tage und Nächte geben, wo das Schreien an Ihren Nerven zerrt und Sie alles andere als liebevolle Gefühle Ihrem Kind gegenüber haben. Glauben Sie deswegen nicht, dass Sie eine schlechte Mutter oder ein schlechter Vater sind, weil sie hin und wieder Ihr Kind innerlich zur Hölle wünschen. Wenn Sie mit anderen Müttern und Vätern sprechen, die halbwegs ehrlich sind, dann werden Sie merken, dass es nicht nur Ihnen so geht.