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Körperpflege und Sexualität
 
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Körperpflege: 12 Fragen und 12 Antworten

Sexualität: Drei Fragen und drei Antworten

PS: Die Sache mit dem Miteinanderreden


PS: Die Sache mit dem Miteinanderreden

"Liebe ist, wenn er oder sie mir die Wünsche von den Augen abliest." Glauben auch Sie, dass der "ideale Partner" oder die "ideale Partnerin" von sich aus weiß, wovon Sie träumen, in welcher Stimmung Sie sind, was Sie sich ersehnen?

Dass einer dem anderen die Wünsche von den Augen abliest, kommt nur in Filmen vor. Oft glaubt man, der oder die andere müsse doch spüren, wonach man sich sehnt und ist enttäuscht, wenn die erhoffte Reaktion ausbleibt.

Das Geheimnis gut funktionierender Partnerschaften liegt aber oft darin, dass beide miteinander darüber reden, was sie sich voneinander erwarten, welche Vorstellungen von Alltag, Sexualität, Beruf, Kindererziehung sie haben.

Bedürfnisse und Wünsche, die nicht ausgesprochen werden, verschwinden nicht von selbst, sondern schaukeln sich im Laufe der Zeit zu handfesten Konflikten auf. Das Ergebnis: Streit.

Nun ist Streit zwar unvermeidbar zwischen Menschen, die zusammenleben, aber es muss nicht so ausarten, dass die Fetzen fliegen, und man sollte zumindest über jenes Thema streiten, das einen wirklich ärgert. Häufig wird über eine bestimmte Sache gestritten, gemeint ist aber eine andere.

Experten nennen das den "verlagerten Konflikt". Sie streiten z.B. mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin über das Haushaltsgeld, meinen in Wirklichkeit aber Ihr gemeinsames Liebesleben. Weil das Thema Sexualität zu "heiß" ist, wird es unbewusst über das nicht so verpönte Thema Geld ausgetragen.

Es lässt sich auch leichter sagen: "Wir müssen sparen, es geht einfach nicht, dass Du Dir schon wieder etwas kaufst", als "eigentlich habe ich im Moment keine Lust, mit Dir zu schlafen".

Spitze Bemerkungen, vorwurfsvolles Schweigen, ein beleidigter Gesichtsausdruck sind keine erfolgreichen Verhaltensweisen, um die eigenen Wünsche zum Ausdruck zu bringen. Zum einen könnte Ihr Partner oder Ihre Partnerin mit den Gedanken ganz woanders sein, dann fällt Ihr Verhalten gar nicht auf, zum anderen könnte er oder sie ebenfalls in beleidigtes Schweigen verfallen, und Sie haben wieder nichts erreicht.

Überfallen Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin auch nicht mit allgemein gehaltenen Vorwürfen wie "nie hast Du Zeit...", "immer muss ich...", "jedesmal machst Du...". Der andere fühlt sich angegriffen, wehrt alles was Sie sagen pauschal ab, ohne darüber nachzudenken, ob er nicht sein Verhalten ändern könnte.

Versuchen Sie das, was Ihnen am Herzen liegt, möglichst ohne anklagenden Unterton in der "Ichform" zu sagen: "Ich wünsche mir...", "Ich hätte gerne...", "Mich stört, wenn...".

Bemerkungen wie: "Du denkst, weil Du...", "Du glaubst, dass..." werden nur dann Erfolg haben, wenn Ihr Partner oder Ihre Partnerin akzeptiert, dass Sie seine oder ihre Gedanken lesen können und einen besseren Einblick in die Gemütslage haben als er oder sie selbst.

In der Regel lösen Sätze, in denen man dem Partner bzw. der Partnerin erklärt, was er oder sie fühlt und denkt, keine gesteigerte Freude und Einsicht beim anderen aus.

Wenn Sie als Frau mit Ihrem Partner über Ihre sexuellen Wünsche und Bedürfnisse sprechen, helfen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch dem anderen, mit der neuen Situation fertig zu werden.

Denn nicht nur Sie, auch Ihr Partner ist verunsichert, vor allem dann, wenn Sie Ihr erstes Kind erwarten. Fragen Sie Ihren Partner auch nach seinen Wünschen und Befürchtungen. Männer haben oft Angst, während des Liebesspiels das Kind zu verletzen oder ihrer schwangeren Partnerin zu viel zuzumuten.

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BLAUGRAU MEDIA   Aktualisiert am: 31.07.2010