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Nicht zu viele vorgeburtliche Checks

Schwangerschaft soll nicht zur Krankheit werden (Foto: apa)
Vor zu vielen Untersuchungen in der Schwangerschaft haben die Veranstalter der Aktion "Bitte nicht stören" gewarnt. "Frauen geraten dadurch in eine Spirale der Angst," sagte die Frankfurter Koordinatorin, Thea Vogel.
Die bundesweite Kampagne wird von der "Aktion Mensch" unterstützt. Statt der Freude an der Schwangerschaft stehe die Furcht vor einer möglichen Behinderung des Kindes im Vordergrund, sagte Vogel.

Rund 80 Prozent der Schwangeren gälten inzwischen als Risikopatientinnen. "Schwangerschaft wird zu einer Krankheit", sagte die Geburtsvorbereiterin Vogel, die am Frankfurter Frauen- Gesundheitszentrum arbeitet.

Dabei kämen 96 Prozent der Kinder gesund zur Welt. Ist eine Frau aber als Risikopatientin eingestuft, warten laut Vogel bis zu 100 verschiedene Untersuchungen auf sie. Bei vielen gehe es um eine mögliche Behinderung des Kindes.

"Diese Untersuchungen sind in erster Linie ein Mittel der Auslese", kritisierte Vogel. Werde eine Fehlbildung entdeckt, brächen die meisten Frauen ihre Schwangerschaft spät ab.

Dennoch lehnt Vogel vorgeburtliche Untersuchungen nicht ab. "Ich finde Vorsorge sehr sinnvoll und wichtig". So ließe sich zum Beispiel bei bestimmten Anzeichen mittels Ultraschall klären, ob ein Kind unterversorgt sei. Dann sei es sinnvoll, das Kind früher auf die Welt zu bringen, damit es leben könne. (geka/dpa/apa)

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BLAUGRAU MEDIA   Aktualisiert am: 31.07.2010