Da solche Probleme in vielen Familien gehäuft auftreten, gingen Forscher schon länger davon aus, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen.
Die Mediziner aus Galveston untersuchten nun Genproben von mehr als 500 Kindern, von denen etwa 60 Prozent als besonders anfällig für die Infektionen galten. Dabei ermittelten die Wissenschafter als Risikofaktoren Veränderungen von zwei Genen, die an der Bildung der Substanzen TNF-alpha und Interleukin 6 beteiligt sind.
Waren die Kinder gestillt worden, so war die entzündungsfördernde Wirkung der Genveränderungen laut einem Bericht der Zeitschrift "Pediatrics" langfristig abgeschwächt. Kontakt mit Zigarettenrauch verstärkte dagegen die Anfälligkeit für Mittelohrentzündungen, allerdings nur bei denjenigen Kindern, die eine genetische Disposition aufwiesen.
APA/ag