Wenn Ihr Kind hungrig ist, streichen Sie leicht mit dem Finger um den Mund, bis es wirklich zum Anlegen bereit ist. Achten Sie darauf, dass das Kind beim Anlegen den Mund bereits weit geöffnet hat und die Brustwarze samt Warzenvorhof in den Mund nimmt. Das beugt wunden Brustwarzen vor. Holen Sie das Kind beim Anlegen zu sich heran, anstatt sich zu ihm hin zu beugen. Das schont nicht nur den Rücken, sondern auch die Brustwarzen.
Es ist egal, welche der Stillpositionen Sie einnehmen, Sie sollten lediglich darauf achten, dass Sie und Ihr Baby bequem liegen bzw. sitzen. Das heißt, dass Sie auch für längere Zeit in dieser Position verharren können. Am besten können Sie das erreichen, indem Sie ein Kissen zur Hilfe nehmen. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie eine Hebamme oder Stillberaterin.
Die liegende Stillposition bietet sich besonders gut in den ersten Tagen nach der Geburt an, wenn z.B. die Dammverletzung noch schmerzt oder auch nach einem Kaiserschnitt. Vor allem in der Nacht ist es gemütlicher, wenn Sie liegen bleiben können.
Sitzende Stillpositionen sind praktisch, weil man überall einen Platz findet, an den man sich zurückziehen kann. Im Sitzen ist es besonders wichtig den Arm, der das Baby hält, zu unterstützen, damit der Rücken nicht verspannt und die Schultern locker bleiben.
Wechseln Sie die Stillpositionen besonders in der ersten Zeit regelmäßig. So verhindern Sie, dass sich die Milch an bestimmten Stellen staut, denn Ihr Baby streicht verhärtete Bereiche beim Trinken mit dem Unterkiefer aus. Bemerken Sie z.B. im äußeren Bereich der Brust einen Knoten oder verhärteten Strang, dann stillen Sie ihr Baby im Liegen.
Tipp: Ihr Baby ist beim Trinken eine Schlafmütze? Streichen Sie ihm sanft über die Wange oder kitzeln Sie seine Handfläche – in den meisten Fällen trinkt das Baby weiter!