Oft sind Eltern unsicher, was für das Baby am besten ist: Gläschenkost oder selbst Gekochtes? Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Zusammensetzung möglichst einfach ist. Das senkt das Allergierisiko und erhöht die Verträglichkeit der Nahrung.
Die Kleinen brauchen weit weniger Abwechslung und Geschmacksvariationen, als man vielleicht meint.
Industrielle Beikost in Gläschen ist hygienisch, praktisch und auch unterwegs gut zu transportieren. Ihr Schadstoffgehalt ist praktisch null, da Babykost den strengen Richtlinien der Diätverordnung unterliegt. Sie sind gerade am Anfang hilfreich, wenn Ihr Baby vermutlich nur ein paar Löffel Gemüse oder Brei zu sich nimmt.
Häufige Kritikpunkte der Experten: Vitamin C und Fleisch sowie der Ölgehalt von industriellen Fertigbreien sind meist zu knapp bemessen. Deshalb sollte Fleischbrei vier- bis sechsmal pro Woche auf dem Speiseplan stehen.
Im Buch "Rezepte und Tipps für Babys Beikost", ISBN 978-3-901518-08-9, Euro 19,90 erhalten Sie viele praktische Hilfestellung zur Selbstzubereitung. Monat für Monat gibt es eine genaue Anleitung zum Kochen von Beikostbreien und ein Kapitel informiert über mögliche Zutaten. Vor allem zum Stillen oder bei Allergieprävention wird dieses Buch sehr geschätzt.
Auch direkt erhältlich bei Verlag I. Hanreich, Esterhazygasse 7/2, 1060 Wien, Tel.: 01-5042829-1, Fax: 01-5042829-4, office@kinderkost.com, www.kinderkost.com
Selbst gekochter Brei
- Ist von den Zutaten her gut zu kontrollieren. Sie bestimmen selbst, was hinein kommt.
- Ist vom Geschmack her meist weniger stark verändert als Gläschenkost und billiger.
- Ist eindeutig mehr Arbeit, denn vorkochen können Sie nur bedingt. Aus hygienischen Gründen sollte der Brei immer frisch sein. Sie können ihn allerdings portionsweise einfrieren (z. B. als Eiswürfel) und bei minus 18 Grad bis zu zwei Monate lang aufheben.
Ob Gläschen oder selbstgekocht: Fügen Sie den Mahlzeiten Ihres Babys kein Salz und auch sonst keine Gewürze hinzu. Vergessen Sie auch nicht, dass Zucker Lust auf mehr weckt und es zu einer Gewöhnung an den süßen Geschmack kommt. Verwenden Sie im 1. Lebensjahr besser Obstmus oder Banane zum Süßen. Aus hygienischen Gründen, aber auch aufgrund des Nährwertverlustes, sollten Sie dem Baby keine Reste einer vorherigen Mahlzeit geben.
Tipp: Solange Ihr Baby noch kein ganzes Gläschen schafft, sollten Sie nur einen kleinen Teil des Inhalts entnehmen und wärmen. Der Rest lässt sich im Kühlschrank einen Tag aufbewahren. Einmal Gewärmtes sollte aus hygienischen Gründen nicht wieder erhitzt und gefüttert werden.