Nicht immer wäre dieser chirurgische Eingriff vom medizinischen Standpunkt her notwendig. Laut WHO trifft das nur für zehn bis fünfzehn Prozent der Geburten zu. Sinnvoll ist diese Methode z.B. dann, wenn das Baby falsch im Mutterleib liegt oder eine Mehrlingsgeburt zu erwarten ist.
Oft wird jedoch aus anderen Gründen ein Kaiserschnitt einer herkömmlichen Geburt vorgezogen. Der Eingriff macht den Geburtstermin planbar, dauert mit rund 30 Minuten nicht lange und wird auch manchmal von Frauen bevorzugt, die die körperliche Belastung einer "echten" Geburt vermeiden wollen.
Dass der Kaiserschnitt auch nicht völlige Beschwerdefreiheit garantiert, bemerken die Mütter oft erst nachher. Die Hebamme Dorothea Rüb vom Wiener Geburtshaus Nussdorf weiß, dass nach dem operativen Eingriff doppelt so viele Infektionen oder Wundheilungsstörungen wieder im Spital behandelt werden müssen. Auch die Narbe verursacht vielen Frauen danach noch längere Zeit Schmerzen.
Experten sind sich dahingehend einig, dass jede Frau das Recht hat, sich über die verschiedenen Geburtsmethoden eingehend zu informieren. Das fördert die Entscheidungsfreiheit der Mütter und erhöht die Zufriedenheit mit der Art von Geburt die sie sich gewunschen haben.
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